Studie: Viele Verkehrsschilder machen Autofahrer aggressiv – Bohmte deshalb ein Positivbeispiel

(HG) In einer aktuellen Studie kommen Verkehrspsychologen zu dem Entschluss, dass zu viele Verkehrsschilder Autofahrerinnen und Autofahrer aggressiv machen würde. Als Positivbeispiel wird darin die Gemeinde Bohmte genannt. Bohmte setzt seit fast 20 Jahren auf ein Verkehrskonzept, in dem nur noch die Regel rechts vor links gilt – ohne Vorfahrtsschilder und Fahrbahnmarkierungen. Laut Bürgermeister Markus Kleinkauertz habe sich die Zahl der Unfälle dadurch deutlich reduziert. Vor der Umgestaltung gab es an einer Kreuzung fast 50 Unfälle pro Jahr, inzwischen sind es noch etwa acht bis zehn. Das von den Verkehrspsychologen gelobte Konzept stößt beim Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) allerdings auf Kritik. Er bemängelt, dass sich Radfahrer wegen fehlender Abgrenzungen zu den Autos teilweise sehr unsicher fühlen.