Unterschiedliche Bewertungen im Prozess um einen Tötungsdelikt

(JM) Im Prozess um einen Tötungsdelikt in Osnabrück kommt es am letzten Verhandlungstag zu unterschiedlichen Bewertungen der Tat. Dem 35-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, seinen homosexuellen Mitbewohner im November vergangenen Jahres aus Hass getötet zu haben. Während die Staatsanwaltschaft von einer „Hinrichtung“ spricht, fordert laut der Neuen Osnabrücker Zeitung ein Verteidiger Freispruch. Der Verteidiger argumentierte, sein Mandant habe in Notwehr gehandelt. Eine weitere Verteidigerin sprach sich dafür aus, die Tat als Totschlag bei verminderter Schuldfähigkeit zu bewerten. Das Urteil des Landgerichts Osnabrück soll am 25. Juni verkündet werden.