
KOPFKINO ist Filmmusik, die Spaß macht. Carsten Maat greift ein Thema auf, das in einer Stunde musikalisch – also: mit cineaffiner Musik – aufbereitet wird. Aus allen Genres und allen Epochen. Kurzweilig und kompetent, von entspannend bis spannend, unterhaltend und Erinnerungen weckend. Keine quietschenden Streicher, die das Zahnfleisch bis in die Haarwurzeln schmerzen lassen, um uns zu vermitteln, dass wir uns gruseln sollen.
Jazz im Film mit dem Schwerpunkt Crime-Jazz Ins Ohr kommt bei diesem Stichwort zunächst vielleicht die Musik von Henry Mancini und seinem Pink Panther Thema, zuvor jedoch entstand ebenfalls mit Blake Edwards als Regisseur die Krimiserie Peter Gunn in den später 1950ern. Die Bandbreite ist wie stets bei Carsten Maats Kopfkino groß. Sie reicht von den bereits benannten 1950er-Jahren bis in die 2020er. Als kaum merklicher Schwerpunkt kann italienische Filmmusik der 1970er genannt werden. Wobei die außerordentliche Filmmusik aus ‚Fritz The Cat‘ aus 1972 wiederum aus diesem Schema fällt.
Neben dem Peter-Gunn-Thema, das von The Art Of Noise in den 1980ern neu interpretiert wurde, erweitert eine weitere TV-Produktion den Komplex der Filmmusik: ’77 Sunset Strip‘ war damals eine Ausnahmeerscheinung, da die Serie unter seinem Originaltitel auch im deutschen TV ausgestrahlt wurde, während sonst sämtliche Kinofilme und Fernsehproduktionen neu betitelt wurden. Die Figur ‚Kookie‘ aus der Krimiserie erschien sogar in der ‚Bravo‘, bekannt ist die Figur im Deutschen vielleicht wegen der prägnanten Synchronstimme von Hans Clarin, der auch ‚Pumuckl‘ und ‚Hui Buh‘ seine unverwechselbare Stimme gegeben hat.
Interessante Information zu Jon Batiste, Nine Inch Nails, Tony Kendall, Stacy Keach und Jeanne Moreau gibt es on top.
Reinhören lohnt sich wie stets auf jeden Fall.
präsentiert von Oliver Nova

