Jugendparlament legt größten Antrag seiner Geschichte vor
(SW) Das Jugendparlament Osnabrück hat seinen bislang größten Antrag auf den Weg gebracht: Bis 2028 sollen knapp 200 Tisch-Bank-Kombinationen auf Spielplätzen, Bolzplätzen, Schulhöfen und weiteren öffentlichen Orten installiert werden – für mehr Aufenthaltsmöglichkeiten unter freiem Himmel für junge Menschen und Familien; jenseits von Biergärten, die sich nicht immer jeder leisten kann. Das Projekt hätte ein Gesamtvolumen von rund 1,1 Millionen Euro und würde damit den größten Antrag seit Gründung des Jugendparlaments im Jahr 2013 darstellen.
Der Antrag geht zurück auf Jugendparlamentarier Benedikt Knillmann, der betont, dass es Jugendlichen an frei zugänglichen Treffpunkten ohne Konsumdruck mangele. Die Verwaltung bewertet das Anliegen positiv, sieht lediglich Einschränkungen bei überdachten Modellen und hat die nötigen Mittel bereits in den Haushaltsentwurf aufgenommen.
Auch Jugendparlamentspräsidentin Ayse Sahin sieht im Vorhaben ein sichtbares Ergebnis jahrelanger Arbeit: Das Parlament sei in den vergangenen Jahren politisch gewachsen und könne nun spürbare Verbesserungen für Kinder und Jugendliche anstoßen.
Der Antrag wird derzeit in den Fachausschüssen beraten. Die finale Entscheidung fällt der Rat in seiner Sitzung am 09.12. – kurz vor Ende der aktuellen Legislaturperiode des Jugendparlaments am 10. Dezember. Knillmann hofft auf Zustimmung: „Jetzt zeigt sich, ob Osnabrück bereit ist, in die Aufenthaltsqualität junger Menschen zu investieren.“
Robert Schäfer
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