Schlachthofbetreiber aus Bad Iburg verurteilt

(SW) Im Prozess um mutmaßlich illegal weiterverkauftes Rindfleisch aus einem Schlachthof in Bad Iburg ist der frühere Geschäftsführer zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Außerdem muss er 7.200 Euro an das Tierheim Osnabrück zahlen. Verurteilt wurde der Mann für 37 Betrugsfälle; mehr als 60 weitere Vorwürfe wurden mangels Beweisen eingestellt. Laut Gericht soll Fleisch von stark geschwächten oder kranken Rindern mit Tauglichkeitsstempel weiterverkauft worden sein. Der Angeklagte soll dadurch rund 380.000 Euro eingenommen haben. Vier als Zeugen geladene Veterinäre bestritten vor Gericht, jemals eine Vereinbarung getroffen zu haben, nach der Tiere ohne verpflichtende Lebendtierschau geschlachtet werden durften. Auch der Landkreis Osnabrück erklärte, eine solche Absprache habe es nicht gegeben. Gegen zwei damals zuständige Tierärzte wird weiterhin ermittelt. Der Schlachthof in Bad Iburg ist seit mehreren Jahren geschlossen.